Die Teilnahme am Forex-Handel erfolgt über Forex Plattformen spezialisierter Market Maker, die laufend An- und Verkaufskurse stellen, zu denen ihre Kunden Währungspaare kaufen oder verkaufen können. Die Forex Plattformen sind dabei als das komplette Werkzeug des Traders zu verstehen und von dementsprechend großer Bedeutung für den Erfolg des Handels. Forex-Plattformen stellen weit mehr dar als eine bloße Ordermaske, über die Aufträge erteilt werden. Chartanalysen sind mit den Anwendungen ebenso möglich wie der Zugriff auf integrierte News-Systeme. Der Zugriff auf die Plattformen erfolgt je nach Anbieter über verschiedene Kanäle: Programme, die auf den Rechner heruntergeladen werden sind ebenso erhältlich wie webbasierte Anwendungen, auf die von jedem PC der Welz aus zugegriffen werden kann. In jüngster Zeit mehren sich auch Angebote zu Plattformen, die über das Mobiltelefon genutzt werden. Einige Anbieter kombinieren auch alle drei Elemente und stellen damit einen Zugriff von überall und zu jeder Zeit sicher.
Ob eine Plattform auf den eigenen PC heruntergeladen wird oder ob der Zugriff über das Internet erfolgt, ist für die tägliche Handelspraxis sehr wichtig. Wer das Geschehen an den Märkten laufend verfolgen will, sollte den Zugriff an allen Orten, an denen sich üblicherweise aufgehalten wird, sicherstellen, so dass eine webbasierte Lösung sinnvoll erscheint. Dementsprechend bietet sich die Internet-Lösung für alle an, die während der üblichen Handelszeiten an verschiedenen Orten anwesend sind, wie etwa im Büro oder auch auf Geschäftsreise. Auch wer tagsüber nicht auf sein Handelskonto zugreifen kann, weil dies beispielsweise vom Arbeitgeber untersagt wird, kann am Forex-Markt handeln, wenn in regelmäßigen Abständen entsprechende Anweisungen an das System gegeben werden – die Anwesenheit vor dem Rechner ist dann nicht zwingend erforderlich.
Wer beispielsweise ein Trendfolge-System handelt, kann morgens in den ersten Handelsstunden Limitorders aufgeben. So kann der Handelsplattform von ABN Amro Marketindex beispielsweise die Weisung erteilt werden, dass bei einem Kursstand des Euro gegen den Dollar von 1,3020 der Einstieg in den Markt erfolgen soll. Positionsgröße und Stopp-Loss werden mit aufgegeben. Im Fall von Marketindex werden solche Orders als „Market-if-touched“-Aufträge bezeichnet. Erreicht der Wechselkurs dann tatsächlich das besagte Niveau, eröffnet die Plattform automatisch eine Position. Es gilt also, in Frage kommende Kursniveaus mit signifikanter Bedeutung für den weiteren Marktverlauf (also wichtige Widerstände, Unterstützungen, Trendkanäle, Allzeithochs etc.) im Blick zu behalten und bei der Eingabe der Orders zu berücksichtigen. Wer mehrere Aufträge „auf Vorrat“ erteilt, sollte jedoch stets darauf achten, dass das Konto auch im Fall der Ausführung mehrerer Orders in ausreichendem Umfang gedeckt ist, da das System ansonsten die Ausführung verweigert.
Plattformen, die auch über das Mobiltelefon erreichbar sind, bieten in Zeiten moderner und mit leistungsfähigen Rechenkapazitäten ausgestatteter Endgeräte einen großen Nutzen. Die Möglichkeit, von überall aus Positionen im Forex Markt zu öffnen und zu schließen ist durchaus reizvoll. Zu beachten ist allerdings, dass im Falle einer während der Erteilung einer Order unterbrochenen Verbindung - dies geschieht leider immer noch zu häufig- möglicherweise nicht alle Bestandteile des Auftrags übermittelt werden. Im schlimmsten Fall führt das System eine Order aus und eröffnet eine Position, die dann nicht mit einem Stopp-Loss versehen ist und setzt das Vermögen auf dem Handelskonto damit großer Gefahr aus. Diese und andere technische Details sollten unbedingt geklärt sein. Auch müssen Nutzer mobiler Software zwingend über ein sehr leistungsfähiges Mobiltelefon verfügen, damit die Anwendungen der Plattform - wie die Chartanalyse oder der Abruf non marktrelevanten News- auch in vollem Umfang genutzt werden können.
