Forex Broker

 

Forex BrokerDer Handel mit Währungen findet nicht an einem zentralen Ort statt, sondern läuft dezentralisiert zwischen Banken ab. Für Privatanleger erfolgt der Zugang dabei über spezialisierte Anbieter, die den Handel auch mit – gemessen an den Dimensionen des Interbankenmarktes – kleinen Summen ermöglichen. Forex-Broker fungieren dabei in der Regel als Market Maker, d.h. sie stellen zu allen angebotenen Währungspaaren laufend Geld- und Briefkurse und ermöglichen ihren Kunden, zu diesen zu handeln. Gebühren, wie Anleger sie aus dem Handel mit Aktien oder Derivaten kennen, fallen im Forex-Handel nicht an. Der Market Maker generiert seinen Gewinn aus der Bid-Ask-Spanne, die je nach Anbieter und Marktsituation unterschiedlich groß ausfallen kann. In den großen Währungspaaren, wie EUR/USD beläuft sich diese auch als „Spread“ bezeichnete Preisdifferenz unter normalen Marktbedingungen meistens auf zwei Pips. Der Spread kann vom Market Maker jederzeit und ohne Angabe von Gründen ausgeweitet werden.

Forex MarktForex Broker bieten in der Regel eine Vielzahl von Währungspaaren zum Handel an. Anleger erhalten den Zugang zum Markt dabei über eine brokereigene Handelsplattform, die entweder über das Internet erreichbar ist oder auf dem heimischen PC installiert wird. In Deutschland sind zahlreiche Anbieter tätig, die sich im Hinblick auf die angebotenen Währungen nur geringfügig unterscheiden. Qualitätsmerkmale für Forex-Broker sind geringe und möglichst konstante Spreads, eine anwenderfreundliche Handelssoftware sowie ein kundenfreundlicher und kompetenter Service.

Die Wahl des richtigen Forex-Brokers spielt für den Erfolg im Trading eine nicht unwesentliche Rolle. Die Plattformen, die Anlegern zur Verfügung stehen, unterscheiden sich maßgeblich im Hinblick auf die implementierten Funktionalitäten und die Handhabung. Von eher rustikalen Handelsoberflächen, die sich auf die wesentlichen Anwendungen, wie die Erteilung von Orders und Limits sowie die Übersicht über Kontostände und offene Positionen, beschränken bis hin zu komplexen Applikationen, die ein Höchstmaß an Informationsfluss für den Nutzer ermöglichen, ist auf dem deutschen Markt alles präsent. Je nach den persönlichen Anforderungen ist dabei nicht jede Plattform für jeden geeignet. Vielmehr sollte jeder Trader einen potenziellen Market Maker und dessen Plattform ausgiebig testen, bevor der Handel aufgenommen wird. Nahezu alle Anbieter ermöglichen zu diesem Zweck einen testweisen Zugang zu einem Demo-Account, auf dem sich die Funktionalitäten ausprobieren lassen. Wer mit den Eigenschaften einer Plattform gut zurecht kommt, kann dann im zweiten Schritt ein vollwertiges Handelskonto eröffnen und den Handel mit echtem Geld beginnen.

ForexDie Gebührenstruktur bei Forex-Brokern unterscheidet sich grundlegend von der im Aktienhandel. Gebühren für die Erteilung von Orders werden eben so wenig erhoben wie Spesen für die Einrichtung von Limits o.ä. Die Market Maker leben von dem Spread, der sich als die Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs, zu dem ein Währungspaar gehandelt werden kann, versteht. Dieser ist keineswegs fix und kann sich binnen weniger Minuten deutlich ausweiten, wenn die Umstände an den Märkten es erfordern. Hilfreich sind in dieser Hinsicht Erfahrungsberichte anderer Kunden, die mit dem Market Maker bereits gehandelt haben und über die Stabilität des Spreads berichten können. In den großen Währungspaaren beläuft sich die Geld- Brief-Spanne jedoch meist auf maximal zwei Pips, wobei in weniger stark frequentierten Handelsstunden (welche dies sind, hängt von der jeweiligen Währung und der entsprechenden Zeitzone ab) durchaus größere Spannen vorkommen können.