Die größten Anbieter

 

Auf dem deutschen Markt existieren mittlerweile zahlreiche Forex Anbieter, die Privatanlegern den Handel mit Devisen ermöglichen. Einige der großen Plattformen sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

ABN-Amro-Marketindex
Die Plattform der niederländischen ABN-Amro-Bank, die mittlerweile zur Royal Bank of Scotland gehört, basiert auf der Technologie des Plattform Pioniers Oanda und ist vollständig webbasiert. Eine Software zum Download existiert ebenso wenig wie eine Anwendung für das Mobiltelefon, wobei über letzteres, sofern ein Zugang zum Internet möglich ist, auf die Handelsplattform selbstredend zugegriffen werden kann.

Gehandelt werden können neben rund 40 Währungspaaren auch Kontrakte auf Aktien- und Rentenindizes sowie einige Rohstoffe. Orders können direkt aus dem Chart heraus platziert werden, wobei besonders positiv hervorzuheben ist, dass mit der Order gleichzeitig ein Stopp-Loss abgeschickt wird, so dass sich das Risiko von Übermittlungsfehlern – beispielsweise aufgrund einer ausfallenden Datenübermittlung- minimiert. Erfreulich ist die sehr gute Übersicht über alle wichtigen Funktionalitäten, die es auch weniger Technik-affinen Nutzern leicht macht, alle Anwendungen zu nutzen und zu finden. Der maximale Hebel bei den Niederländern fällt mit dem Faktor 50 vergleichsweise gering aus. Der maximale Verlust, der erlitten werden kann, erstreckt sich auf das auf dem Handelskonto befindliche Guthaben. ABN berechnet Zinsen für in Anspruch genommenes Fremdkapital und hebt sich hier durch eine stetige Verzinsung auf Sekundenbasis von anderen Plattformen ab. Kosten fallen weder für die Kontoführung noch für den Handel an. ABN erhebt allerdings Spreads, die sich in den großen Währungspaaren mit durchschnittlich zwei bis drei Pips im Marktdurchschnitt bewegen.

Die Mindesteinzahlung auf das Handelskonto beläuft sich regulär auf 1.000 Euro, wobei im Rahmen vieler Sonderaktionen diese Hürde aufgehoben wird. Insgesamt und unter Betrachtung von Funktionalität, Kosten und Transparenz ist die Marketindex-Plattform zu empfehlen.

FX
FX bietet eine sehr umfangreiche Handelssoftware, die auf dem heimischen PC installiert werden kann und dem Anwender außerordentlich viele Funktionalitäten bietet. Alle wichtigen Währungspaare können gehandelt werden und in den Leitwährungen erhebt FX in der Regel nur zwei Pips Spread. Kosten fallen weder für die Eröffnung noch für die Unterhaltung des Kontos an. Auch Kommissionen werden nicht erhoben. Anleger können ihr Kapital mit einem bis zu 400fachen Hebel ausstatten. Die Mindesteinzahlung fällt mit 500 Euro nicht sonderlich hoch aus, so dass sich das Konto für fast jeden eignet, der sich im Handel mit Devisen probieren möchte.

Die Software bietet ein sehr vielfältiges Charting-Tool, das nicht nur die gängigen Zeichenwerkzeuge sondern auch „exotischere“ Anwendungen wie Fibonacci-Retracements erlaubt. Orders können direkt aus dem Chart heraus platziert werden – wahlweise zum Marktpreis oder als Stopp-Auftrag. Die Einrichtung von Trailing-Stopps, mit denen bereits erzielte Gewinne gesichert werden können, ist bei FX-Flat ebenfalls möglich. Eine Übersicht über offene Positionen kann mit einem Mausklick aufgerufen werden. Ein umfangreiches News-System, das Anlegern den Abruf marktrelevanter Geschehnisse ermöglicht, ist in der Plattform integriert.

Besonderer Vorteil: FX bietet seinen Kunden die Möglichkeit, über den Webtrader von jedem Ort der Welt aus auf das Handelskonto zuzugreifen. Die Anwendung ist weniger ausführlich als die zum Download bestimmte Version, kann aber mit dieser parallel genutzt werden. Zusätzlich existiert noch eine Mobil-Version, die den Handel über das Mobiltelefon ermöglicht.

FX-Direkt-Bank
Die FX-Direkt-Bank bietet den Handel mit Devisen sowie CFDs und FFDs an. Es stehen drei verschiedene Konten zur Verfügung: Auf das Easy-Konto müssen mindestens 4.000 Euro einbezahlt werden, auf das Smart-Konto 10.000 und auf das Premium-Konto 25.000 Euro (bzw. ein äquivalenter Betrag in einer anderen Währung). Alle Konten sind kostenlos und ermöglichen die Teilnahme am Forex-Markt. Anleger können bei allen Konten einen bis zu 33fachen Hebel in Anspruch nehmen. Unterschiede existieren bei den zur Verfügung stehenden Währungspaaren: Während auf dem Easy-Konto nur maximal 35 Cross-Rates gehandelt werden können, stehen Inhabern des Premium-Kontos bereits 200 Währungspaare zur Verfügung. Auch der Spread für den Handel in EUR/USD verringert sich bei den größeren Konten: Er beträgt beim Easy-Konto 2,5 Pips, beim Smart-Konto 2,0 Pips und beim Premium-Konto nur noch 1,75 Pips.